Mittwoch, 19. Februar 2014

Abgeordnetenbestechung richtig gemacht!

Die große Koalition scheint dem öffentlichen Druck nachzugeben und plant derzeit einen Gesetzentwurf, der die Bestechung von Parlamentsabgeordneten neu regelt. Die bisherige Regelung, nach der Abgeordnetenbestechung grundsätzlich straf frei ist, wird dabei ersetzt.
Nach der neuen Regelung ist die Bestechung von Abgeordneten strafbar, wenn der Abgeordnete auf "Weisung oder Anordnung" handelt.
Obwohl dies in der Praxis keine Veränderung zur aktuellen Regelung bedeutet, sollte man beim Austausch zukünftig folgende Punkte beachten:

Schildern sie dem Abgeordneten möglichst ausführlich die Problemstellung ohne dabei konkret Hinweise auf die gewünschte Handlung zu geben.

Richtig:
z.B. Sehr geehrter Herr Gabriel. Die geplante Neuregelung zum EEG wird den Umsatz meines Windkraftunternehmens deutlich verringern. Bitte haben Sie Verständnis dafür, wenn wir in diesem Fall unsere Privatzuwendungen nicht im gewohnten Umfang aufrecht erhalten können. Wir als Vertreter von IHK und BDU würden es sehr begrüßen, wenn das Gesetz an einigen Stellen überarbeitet werden würde. Die entsprechenden Mitarbeiter stellen wir gerne zur Verfügung.

Falsch:
Für die 3 Millionen erwarten wir von Ihnen, dass die Neuregelung zum EEG gekippt wird.

Tip! Verpacken Sie die Zuwendung in Geschenkpapier. Befestigen Sie dabei die Visitenkarte ihres Unternehmens sowie die Ihrer Lobbyverbände am Geschenkband. Das wertet Ihre Zuwendung optisch auf und erhöht die Interessentransparenz für den Abgeordneten.

Tip! Unterstützen Sie Ihren Abgeordneten, indem Sie ihn mit Argumentationsgrundlagen versehen. Besonders wirksam ist dabei das Reizwort "Arbeitsplätze". Je nach gewünschter Wirkung kann man das Stichwort in positivem oder negativem Zusammenhang bringen.
z.B.
Negativ:
"Die Neuregelung des EEG wird allein in unserem Unternehmen 500 Arbeitsplätze und deutschlandweit ca. 100000 Arbeitsplätze kosten."
Positiv:
"Bleibt das EEG in seiner bestehenden Form erhalten, werden wir weitere x Arbeitsplätze schaffen und die Rolle Deutschlands als Weltmarktführer weiter ausbauen."

Wir begrüßen ausdrücklich, dass die bisherige Praxis der Abgeordnetenbestechung auch mit dem neuen Gesetzentwurf weitgehend uneingeschränkt fortgeschrieben wird. Darüber hinaus erhält die Bestechung von Abgeordneten endlich den erforderlichen gesetzlichen Rahmen, um auch in Zukunft den reibungslosen Ablauf aller demokratischen Prozesse sicherstellen zu können.
Die fehlgeleitete Politik der Steuerehrlichkeit hat allerdings insbesondere in der Schweiz zu einer drastischen Reduktion der Mittel zur Aufrechterhaltung dieser Prozesse geführt. Insofern geht von der zunehmenden Steuerehrlichkeit eine immer größer werdende Gefahr für die Demokratie aus. 
Aufgrund der somit stark gestiegenen Kosten für die demokratische Praxis kritisieren wir, dass in dem neuen Gesetzentwurf die steuerliche Absetzbarkeit von Bestechungsgeldern erneut nicht eindeutig geregelt ist. Um die Rechtssicherheit bei der Absetzbarkeit von Bestechungsgeldern weiter zu erhöhen, fordern wir daher die Bundesregierung auf, die volle steuerliche Absetzbarkeit von Abgeordnetenbestechung im neuen Gesetzentwurf festzuschreiben.

Die Unternehmer Deutschlands!



Dienstag, 6. August 2013

Abzocke in "der Autowerkstatt" Bodenheim Teil 2

* dieser Artikel wurde im Vergleich zur ursprünglichen Version stark gekürzt. Hintergrund ist, dass ich die Aussagen von Herrn Gottschalk in Gespräch zwar wahrheitsgemäß (eidesstattlich versichert) wiedergegeben habe, ich diese jedoch nicht beweisen kann. Da es sich um Tatsachenbehauptungen und nicht um Meinungsäußerungen handelt, wäre dies in diesem Fall erforderlich. Meine Empfehlung ist es grundsätzlich alle Gespräche aufzuzeichnen.

Der Anruf von Herrn Gottschalk

Am 24.10.2012 rief Herr Gottschalk mich persönlich auf meinem Handy an.

Anruf von Mark Gottschalk am 24.10.2012 15:20


Daraufhin bin ich sofort in seine Werkstatt gefahren und habe mich persönlich mit ihm in seiner Werkstatt unterhalten. Das endete mit einem Rausschmiss seitens Herrn Gottschalk

Danach bin ich zur Polizei in Oppenheim gefahren und habe den Vorfall bei der


Polizeiinspektion Oppenheim

An der Festwiese 13 - 15
55276 Oppenheim

Telefon: 06133 / 933 - 100
Telefax: 06133 / 933 - 150

E - Mail: pioppenheim@polizei.rlp.de

vermerken lassen.

Wegen einer einfachen Beleidigung würde ich weder bei Herrn Gottschalk in der Werkstatt vorbeifahren noch zur Polizei gehen.


weiter mit Teil 3

Dienstag, 9. Juli 2013

Abzocke in "der Autowerkstatt" Bodenheim Teil 5

Heute (09.07.2013) wurde die Berufung gegen das Urteil des Amtsgerichts Mainz verhandelt. Diesmal erschien sogar Herr Gottschalk persönlich vor den 3 Richtern des Landgericht Mainz.

Um es kurz zu machen: Auch Richter fahren Auto. Auch Richter haben schon mal die Bremsen wechseln müssen und wissen daher ungefähr was das kostet. Ein Richter griff das Thema Rechnung sogar explizit auf, und wies ausdrücklich darauf hin, dass Ihm persönlich die Rechnung auch zu hoch erscheine und dass insbesondere die 5 Stunden reine Arbeitszeit für die Bremsen ihm sehr fragwürdig vorkommen. Er wies darauf hin, dass er es lediglich nicht gleich als "Abzocke" bezeichnen würde. Der Richter eröffnete sogar die Verhandlung mit der Bemerkung, dass man sich schwer tue mit Verfügungsgrund. Zusätzlich zeichnete sich im Lauf der Verhandlung ab, dass die Partei von Herrn Gottschalk die Eilbedürftigkeit für die Verfügung ebenfalls nicht nachweisen konnte. Den Satz "Meiner persönlichen Meinung nach ist das einfach mindestens dreiste Abzockerei, wahrscheinlich aber eher schlicht und ergreifend Betrug." halten die Richter als ausdrückliche Meinungsäußerung durch einen Laien und somit vom Grundgesetz aufgrund der Meinungsfreiheit geschützt. Auch sehen die Richter den Titel "Abzocke in der Autowerkstatt" durch die Meinungsfreiheit geschützt, da ein Titel gebildet werden müsse und die Begründung für diese Aussage im Artikel gegeben wird.

Mit anderen Worten wird sich an der Urteilsbegründung des Amtsgerichts aller Wahrscheinlichkeit nichts ändern. Um der Sache ein Ende zu bereiten wurde ein Vergleich angeboten, bei dem ein Teil der hier gemachten Aussagen unterlassen werden. Das betrifft allerdings nicht den zentralen Vorwurf der Abzocke.

Zusammenfassend beurteile ich das ganze als Sieg der Meinungsfreiheit. Ich kann daher jeden nur auffordern ebenfalls kritisch zu bloggen und sich nicht von persönlichen Drohungen, Anwälten oder Verfahren einschüchtern lassen.

Samstag, 9. Februar 2013

Abzocke in "der Autowerkstatt" Bodenheim Teil 4

Der Antrag auf einstweilige Verfügung

Inzwischen hat Herr Gottschalk über seinen Anwalt einen Antrag auf einstweilige Verfügung eingereicht.

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Dazu gab es am 08.02.2013 eine Anhörung beim Amtsgericht, bei der Herr Gottschalk nicht persönlich erschien und sich durch seinen Anwalt vertreten ließ. Der Richter entscheidet über die einstweilige Verfügung Anfang März.

Im Namen des Volkes

Der Antrag von Herrn Gottschalk wurde abgewiesen. Für eine einstweilige Verfügung benötigt man 2 Dinge:
1.) Man muss die Eilbedürftigkeit nachweisen
2.) Einen Verfügungsgrund

Mein Anwalt hatte sich darauf konzentriert, dass die Eilbedürftigkeit nicht nachweisbar sei, da Herr Gottschalk mehr als 3 Monate vergehen lies, bis er den Antrag auf einstweilige Verfügung stellte.

Das Urteil untersucht diesen Aspekt jedoch gar nicht und konzentriert sich einzig auf den Verfügungsgrund.

Und kurz zusammengefasst.  Es gibt ihn nicht.

Der zentrale Punkt in dem Urteil:

Schmähkritik: Herabsetzende und diffamierende Werturteile, die sich weit jenseits jeder sachbezogenen Auseinandersetzung in der Herabsetzung einer Person erschöpfen.

Gegen  eine "unzulössige" Schmähkritik besteht grundsätzlich ein Unterlassungsanspruch. Ein solche Unzulössigkeit liegt dann vor, wenn die Kritik nicht mehr eine Auseinandersetzung mit der Sache, sondern die Diffamierung im Vordergrund steht.

Unter Berücksichtigung aller Umstände kann das Gericht diese Voraussetzung nicht erkennen. Es ist zu berücksichtigen, dass die Vorwürfe nicht ohne Begründung erhoben wurden. Vielmehr nimmt der Artikel wesentliche Schilderungen vor, deren Richtigkeit vom Antragsteller nicht in Zweifel gezogen wurden.

Anbei einige Seiten aus dem Urteil. Die Begründung ist vollständig wiedergegeben.

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Inzwischen gab es noch einige seltsame Anrufe bei mir . Offensichtlich gibt es unter den ehemaligen Angestellten von Herrn Gottschalk ebenfalls Personen die mit dem Verhalten von Herrn Gottschalk nicht einverstanden sind. Ich hoffe dieses Urteil ermutigt diesen Personenkreis ebenfalls offensiv mit den Fakten an die Öffentlichkeit zu gehen. Gerne auch hier auf meinelobby.blogspot.com

Dienstag, 1. Januar 2013

Nie wieder KLM

Der Hinflug 

Meine Frau wollte mit dem 10 Monate alten Nachwuchs alleine in die Heimat. KLM hatte hierzu ein Angebot. Für satte 1100 EUR erst mit dem Zubringerflug nach Amsterdam und von dort aus per Langstreckenflug zum Ziel.

Leider sind die Umsteigezeigen von KLM sehr sportlich geplant. Lediglich 40 Minuten stehen zum Umsteigen zur Verfügung.

Völlig überraschend kommt es allerdings zu einer Verspätung von 20 Minuten. Bereits im Flugzeug wird meine Frau darum gebeten, sie möge sich nach dem Aussteigen "bitte sehr beeilen".

"Sehr beeilen" heißt  einen Kilometer Dauerlauf mit einem Baby auf dem Arm und rund 10 Kilo Handgepäck in diversen Taschen von einem Gate zum anderen. Als meine Frau völlig fertig dort ankommt, teilt man ihr jedoch mit, dass der Flug bereits geschlossen sei. Aber selbstverständlich bemühe man sich sofort eine Lösung zu finden.

Meine Frau kam um 11 Uhr  morgens in Amsterdam an.

Die Lösung,

die man ihr nun Vorschlug war folgende:

Sie solle bis 17 Uhr am Flughafen warten und dann mit einem Flug nach Madrid fliegen. Dort solle sie dann Nachts um 23.30 mit einer Maschine der "Air Europe" (wer ist eigentlich Air Europe...) von Madrid zum Ziel fliegen.

Eine andere Möglichkeit gebe es nicht, da der Flieger am nächsten Tag bereits voll sei.

Mit anderen Worten 27 Stunden reisen und das alleine mit einem 10 Monate alten Baby auf dem Arm....

Meine Frau lehnte dankend ab und bat in diesem Fall um den Rücktransport zum Ursprungsflughafen.

Daraufhin der KLM Mitarbeiter "Das können Sie gerne machen, wenn Sie sich ein Ticket kaufen. Wenn Sie mit einem Baby reisen, dann tun sie das auf eigenes Risiko....."

Das einer Mutter mit Ihrem Baby im Arm ins Gesicht zu sagen, die man gerade stehen gelassen hat.....  
Sensationell!!!!.................

Meine Frau beendete an diesem Punkt das Gespräch und wendete sich an eine Dame am gleichen Schalter. Jetzt lief alles genau anders herum. Meine Frau erhielt sofort ein Hotelzimmer, eine Buchung samt Kinderbett für den folgenden Tag und einen Gutschein für sich und das Kind.

Eingetippt wurde die Buchung übrigens von dem gleichen Mitarbeiter, der 10 Minuten vorher noch behauptet hatte der Flug am folgenden Tag sei bereits voll.

Am nächsten Tag lief dann alles wie geplant aber bereits auf dem Rückflug gab es wieder Probleme.

Der Rückflug

 

Diesmal wurde der Kinderwagen in Amsterdam vergessen. Falls etwas vergessen wird muss man den Verlust noch am Flughafen melden. Um das zu tun, gibt es in der Halle der Kofferausgabe einen sogenannten "Lost and Found" Desk an dem die Mitarbeiter der jeweiligen Airlines den Verlust bestätigen.

Nach über eine Stunde warten am Sperrgepäckband waren an diesem Schalter allerdings alle Airlines vertreten nur nicht KLM. Insgesamt sind meine Frau und ich 3 mal an dem Schalter in Halle E vorbei und zu keinem Zeitpunkt war ein Vertreter von KLM anwesend.

Daher wurde mir irgendwann empfohlen mich an den Checkin von KLM zu wenden.

Da saß eine junge Frau im KLM Dress, mit einem KLM Schlüsselband und einem KLM Schild. Ich erklärte ihr die Situation und bekam als Antwort:

"Ich bin nicht KLM....."

"Wer bist Du dann? Santa Claus im KLM Kostüm? Der Mann im Mond oder vielleicht das KLM Osterbunny?" dachte ich mir.

Sie sei Mitarbeiterin eines Subunternehmers.

"Das interessiert mich nicht!"

"Wer im KLM Dress mit KLM Schlüsselband am KLM Checkin unter einem KLM Schild arbeitet ist für mich KLM. Welche Firma letzten Endes auf Ihrem Gehaltscheck steht interessiert mich herzlich wenig."

Jetzt erklärte sie mir sie habe keinen Zugriff auf die KLM Systeme, könne gar nichts machen und drückte mir eine Visitenkarte mit einem telefonischen "Lost and Found" Service von KLM in die Hand.



"Was soll ich damit?" fragte ich.

"Dort anrufen?" antworte sie.

"Warum rufen sie nicht selbst da an? Es ist doch schließlich ihre Hotline und ihre Airline die mein Gepäck verloren hat" gab ich zu bedenken....

Das ginge nicht da an ihrem Telefon alle externen Nummern gesperrt sein.

Sensationell!!!!.................

Ok, also rief ich da für 42 Cent die Minute auf meine Kosten an . Aber wie solche Gespräche mit diesen Hotlines verlaufen ist in der Regel vorherzusehen und deswegen blieb ich direkt am Check-in stehen.

Immerhin meldete sich am Ende tatsächlich eine Frau mit einem starken polnischen Akzent.  Nach 10 Minuten Gespräch konnte ich der mühevollen Konversation entnehmen, dass man bei ihr nur anrufen kann, wenn man bereits eine Verlustmeldung samt zugehöriger Referenznummer hat. "Na so eine Überraschung...."  Aber Sie gab mir freundlicherweise eine Nummer in Frankfurt. Doch da angerufen wurde ich freundlich von einem Band abgefertigt. Zwischen 8 und 17h wäre man gerne für mich da. Dummerweise war es bereits 19h.

Sagte ich das Ergebnis war vorhersehbar? 

Rund 5 EUR ärmer wendete mich wieder an die Mitarbeiterin am Checkin um zu fragen wie es denn jetzt weitergeht. Der gingen jedoch offenbar die Ideen aus, denn jetzt behauptete ich hätte Sie angeschrien (ich hatte energisch gesprochen, aber nicht geschrien) und sie ginge dann mal.....

Immerhin kreuzte jetzt der Chef vom KLM Checkin auf. Der Chef bestätigte dass der Lost and Found Schalter in der Halle E zum Zeitpunkt der Ankunft nicht besetzt war. Sein Vorschlag zur Lösung: ich solle mal 30 Minuten warten, dann lande eine andere Maschine weshalb der Lost and Found Desk diesmal besetzt sein sollte....

"Aber gerne...", sagte ich. "Ich hatte am Silvesterabend sowieso nichts besseres vor...."

Jedoch gesagt getan nach 30 Minuten holte der Chef mich ab und wir gingen in eine Halle D in der gähnende Leere herrschte. Nach 20 Minuten weiteren Wartens änderte sich nichts und der Chef griff zum Telefon. Wir standen natürlich in der falschen Halle. Noch einmal griff der Chef zum Telefon, so langsam von der Situation ebenfalls sichtlich genervt. Diesmal rief er den Mitarbeiter vom Lost and Found Desk persönlich an und bat ihn nach betreten der richtigen Halle seine unangenehme Fracht von ihm zu übernehmen.

Interessant dass er die ganze Zeit die Nummer hatte....

Kaum angekommen in der Halle E nahm mich der Mitarbeiter türkischer Abstammung von KLM Lost and Found mit den folgenden Worten in Empfang:

"Ich war die ganze Zeit da."

"Dann solltest Du mal zu Arzt gehen, den offensichtlich bist Du gelegentlich über längere Zeit unsichtbar" dachte ich mir.

"Daniel Flores" nahm das ganze auf und wollte mir den Zettel überreichen. So wie das Gespräch bisher gelaufen war hatte ich allerdings gewisse Zweifel, dass ein Mann türkischer Abstammung in Deutschland "Daniel Flores" heißt. Daher bat ich ihn mir seinen Dienstausweis zu zeigen.

"Den zeige ich ihnen nicht" lies er mich lapidar wissen und drehte den Ausweis sogar so um dass man nur noch die Rückseite sehen konnte

"Kein Problem..." sagte ich, packte das Handy aus und machte einfach ein Foto.

"Das gibt eine Anzeige... Wir gehen jetzt zur Polizei."

Auch kein Problem, dann stellt wenigstens die Polizei deine Personalien fest, dachte ich mir.

Allerdings kam nicht dazu. Dank der freundlichen und hilfreichen Mitarbeiter der Flughafen Information konnte die Situation dann doch noch gelöst werden. Ein Mitarbeiter der Flughafensicherheit überprüfte schließlich den Ausweis dieses Mitarbeiters.

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Erfasst wurde der Beleg um 19 Uhr GMT, d.h. 20 Uhr Deutscher Zeit. Gelandet war die Maschine um 17:22 Uhr deutscher Zeit.

Liebe KLM.... Abschließend hätte ich da noch eine Frage. Gibt es bei KLM so etwas wie den Preis für das "Mitarbeiter-Arschloch den Monats" ?

Ich bedanke mich jedenfalls herzlich für alles und kann für mich und meine Familie sagen......


NIE WIEDER KLM!

Es wird nicht besser. Alle Versuche das Beschwerdeformular auszufüllen enden an dieser Stelle....


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Man kann die Eingabe nicht abschließen.

Daraufhin habe ich bei der KLM Hotline angerufen. Nach 18 Minuten und 30 Sekunden in der Warteschleife ging dann auch mal jemand ran. Immerhin habe ich jetzt eine Nummer für meine Beschwerde (61769920001).

Abzocke in "der Autowerkstatt" Bodenheim Teil 3

Angezeigt und Abgemahnt

Wie Herr Mark Gottschalk bereits telefonisch angekündigt hat, hat sich inzwischen Herr Marc Walter als Anwalt von Herrn Gottschalk und die Polizei in die Sache eingeschaltet.

Von Herrn Marc Walter gab es nebst einer "strafbewehrten Unterlassungserklärung" noch eine Kostennote über 546,69 EUR. Jede Zuwiderhandlung gegen die Unterlasssungserklärung kostet 5000 EUR und ist somit unwesentlich teurer als ein Werkstattbesuch bei Herrn Mark Gottschalk in seiner Autowerkstatt.

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Von der Polizei gab es dieses freundliche Schreiben.

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Inzwischen habe ich die Sache meinem Anwalt übergeben. Die beanstandeten Äußerungen noch mal im Original:

"Meiner persönlichen Meinung nach ist das einfach mindestens dreiste Abzockerei, wahrscheinlich aber eher schlicht und ergreifend Betrug."

"Ich persönlich finde "die Autowerkstatt" und deren Inhaber in höchstem Maße unseriös."

Ein kleiner Hinweis für unseren Anwalt.

Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland

Artikel 5
   
(1) Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten. Die Pressefreiheit und die Freiheit der Berichterstattung durch Rundfunk und Film werden gewährleistet. Eine Zensur findet nicht statt.

Die Anzeige wird mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit eingestellt. Ich harre gelassen der Dinge die kommen und freue mich auf die Fortsetzung dieser spannenden Serie....

Das Strafverfahren wird eingestellt

Inzwischen wurde das Strafverfahren aus Mangel an Öffentlichen Interesse eingestellt...

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Donnerstag, 5. April 2012

Absolut richtig Herr Grass

Was ich dem Gedicht von Günter Grass entnehme kann man so ausdrücken.

Ich kann nicht dem einen mit Krieg drohen weil er eine Atombombe bauen könnte, während man den anderen mit mobilen Abschussrampen für seine Atomraketen versorgt.

Das wäre Heuchelei. Aber genau das tun wir. Günther Grass hat absolut recht.

Wenn ich die bekannten Aussagen des iranischen Präsidenten mit weniger bekannten Aussagen des israelischen Außenministers vergleiche, kann ich vom inhaltlichen wie vom moralischen Standpunkt keinen Unterschied feststellen.

Geil. Nicht nur das wir die mobilen Abschussrampen für Atomraketen für Israel liefern, wir bezahlen sie sogar. Mit schlappen 135 Mio. EUR.

Jedem Diktator seinen (französischen) Atomreaktor

Frankreich lieferte Saddam Hussein einen Atomreaktor frei Haus, und wollte 30 Jahre später Muammar al-Gaddafi den nächsten liefern.

Wenn ich mir die Herren so anschaue......


 Verantwortlich für Lockerbie und La Belle Attentate

Verantwortlich für Halabdscha Gift-Gas Massaker
Die 3 (ehemaligen) Vorsitzenden des "Fan-Clubs Israel"

dann fällt mir jetzt kein Grund ein, warum wir Saddam und Gaddafi den Atomreaktor frei Haus liefern, während wir Ahmadinedschad boykottieren und mit Krieg drohen, wenn er selbst einen baut.

Das wäre Heuchelei. Aber genau das tun wir. Günter Grass hat absolut recht.

Hinter jedem Busch ein islamistischer Al-Qaida Atombombenterrorist

Der gesamte Westen ist völlig in der islamophoben Schockstarre gefangen. Deswegen erfolgen die Reaktionen auch nur noch stereotypisch und völlig unreflektiert.


Selbst einer der Größen der Deutschen Presse wie Herr Frank Schirrmacher, Herausgeber der FAZ muss bei dem Gedicht "mit dem Schraubenzieher nachschauen" um eine "eine ziemlich bestürzende Umkehrung westdeutscher Nachkriegsdiskurse" zu finden.

So stellt er gleich in der Überschrift fest:

"Das Gedicht „Was gesagt werden muss“ von Günter Grass ist ein Dokument der Rache. Eine Interpretation."

Ein Dokument der Rache? Bitte? Welches Gedicht haben Sie gelesen Herr Schirrmacher?

Im Gedicht heißt es an einer Stelle "an deren Ende als Überlebende wir allenfalls Fußnoten sind"

Dazu stellt Herr Schirrmacher folgendes fest: "Im semantischen Kontext dieses Gedichts raubt er sich das Wort „Überlebende“ und damit die moralische Autorität der überlebenden Verfolgten des Dritten Reichs."

Was sagt er? Nur die überlebenden Verfolgten des dritten Reiches haben die moralische Autorität über das Wort "überleben"? Und über das dritte Reich verliert das Gedicht kein Wort. Schwachsinn Herr Schirrmacher.

Und besser wird es nicht.

"Mehr noch, er spielt fast wörtlich auf die Gedenkveranstaltung zur Pogromnacht vom 9.November 2008 an, auf der Charlotte Knobloch davor warnte, dass die Opfer des Holocaust zu „Fußnoten der Geschichte“ werden könnten."

Wow. Wenn es für die Benutzung des Begriffs "Fußnoten" keine andere Erklärung gibt als die Rede von Frau Knobloch von vor 4 Jahren, dann Hut ab Herr Schirrmacher. Herr Schirrmacher ist entweder ein Genie oder ein Idiot.

Insgesamt ist dennoch dieses raumgeschraube in den Worten doch nur erbärmlich und für den Herausgeber einer angesehenen Tageszeitung absolut unwürdig. Immerhin erkennt er es selbst.

"Hat man das Gedicht so weit auseinandergeschraubt, bekommt man es nie wieder zusammen." Das war immerhin das einzig Richtige was ich Ihrer "Interpretation" entnehmen konnte.

Günter Grass hat wieder Recht. Keiner konzentriert sich auf den Inhalt. Da steht ganz einfach:

"Es droht ein Krieg und diesmal mit realen Massenvernichtungswaffen. Und wir Deutsche haben in diesem Punkt eine besondere Verantwortung den Mund aufzumachen."

Nicht mehr nicht weniger Herr Schirrmacher. Nur muss man auch die Eier haben eine solche Position zu vertreten. Und da bleibt am Ende offensichtlich nur Herr Grass übrig.